Mittwoch, 15. Mai 2013

Schlaganfall kann jeden treffen.

Am 25. Mai 2013 dreht sich von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Städtischen Klinikum Dessau alles um eine Krankheit, die jedes Jahr knapp 270.000 Menschen in Deutschland erleiden. Schlaganfall kann jeden treffen. Umso wichtiger ist das Wissen um mögliche Risiken und richtiges Handeln im Notfall. Das bestätigt auch Eberhardt Lawrenz, Sprecher der Selbsthilfegruppen Aphasie und Schlaganfall Dessau. Gemeinsam mit den Ärzten organisieren die Gruppen den diesjährigen Aktionstag gegen Schlaganfall im Klinikum: „Wir wollen informieren und sensibilisieren“, sagt Lawrenz. Er gehört selbst zu den Schlaganfall-Patienten und weiß, wie wichtig neben der medizinischen Versorgung auch die Beratung für die Betroffenen und deren Angehörige ist.
 
In der Klinik für Neurologie des Städtischen Klinikums Dessau gibt es eine Schlaganfall-Spezialstation. Von diesen so genannten Stroke Units existieren inzwischen etwa 200 in Deutschland. „Hier kommen modernste Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, wie Angiographie, MRT, Thrombolyse, Thrombektomie zum Einsatz. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit und Absprache mit der Neuroradiologie, die auf diesem Gebiet eine ausgewiesene Kompetenz aufweist. Auch unterstützen Psychologen, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten die Ärzte und das Pflegeteam“, berichtet Chefärztin PD Dr. Sybille Spieker. In ihrer ehrenamtlichen Funktion als Regionalbeauftragte der Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe engagiert sie sich sehr für die Aufklärung rund um diese Krankheit.
 
Ein Schlaganfall resultiert aus einer Durchblutungsstörung des Gehirns. Dies führt zu einer Unterversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, so dass wichtige Funktionen des Gehirns „schlagartig“ ausfallen und Zellen absterben können. Die Auswirkungen können unterschiedlich sein. Charakteristisch sind die Lähmung oder Gefühlsstörungen einer Körperhälfte sowie Seh- und/oder Sprachstörungen. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter. Ein besonders hohes Schlaganfall-Risiko besteht für Menschen mit Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern, Arterienverkalkung, Diabetes oder Bluthochdruck. „Sein persönliches Risiko sollte man kennen“, meint Eberhard Lawrenz und empfiehlt einen gesunden Lebensstil, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Therapietreue.
 
Aktionstag gegen Schlaganfall
 
Samstag, 25. Mai 2013, 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Cafeteria Städtisches Klinikum Dessau
 
Ab 13:00 Uhr: Blutdruck- und Blutzuckermessung, Risikotest Schlaganfall, Informationsstände von den SHG Aphasie und Schlaganfall und der Kontaktstelle
 
14.00 Uhr: Vortrag durch Oberarzt Dr. Thomas Stache zu Risikofaktoren und Warnsignalen eines Schlaganfalls und richtiges Handeln im Notfall.
 
Selbsthilfegruppe (SHG) Aphasie/Schlaganfall Dessau: http://www.shg-schlaganfall.org/
Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, Schlossplatz, 06844 Dessau-Roßlau, Tel.: 0340 213200
 
Sprecher der SHG Eberhard Laxrenz, Hauerwinkel 13, 06847 Dessau-Roßlau, Tel.: 0340 5168145
 
 
Quelle Zahlenangaben: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe www.schlaganfall-hilfe.de
 
 
Städtisches Klinikum Dessau . Auenweg 38 . 06847 Dessau-Roßlau . Telefon: 03 40/5 01-0 . http://www.klinikum-dessau.de

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