Dienstag, 8. Mai 2012

Sechsjährige Zuhal zur Behandlung im Klinikum eingetroffen

In der Nacht zu Sonntag, 6. Mai, landete eine Maschine aus Afghanistan am Flughafen in Frankfurt am Main. Stunden zuvor waren Mitarbeiter des Krankentransportes des Städtischen Klinikums Dessau nach Frankfurt aufgebrochen, um die kleine sechsjährige Zuhal am Flughafen in Empfang zu nehmen. Das afghanische Mädchen kam mit schweren Beinverletzungen nach Deutschland und wird nun im Klinikum Dessau behandelt.

Zur Geschichte der kleinen Zuhal weiß Markus Dewender, der Vorsitzende des ehrenamtlich tätigen Vereins „Kinder brauchen uns e.V.“, zu berichten: „Die Verletzungen sind entstanden, weil ein Fahrzeug über den Unterschenkel des Mädchens gefahren sein soll. Das Kind hat im Heimatland Afghanistan keine Chance auf Heilung.“ Der Verein organisiert regelmäßig Notfalltransporte vom Kinderkrankenhaus Indira Gandhi in Kabul in deutsche Kliniken. In den vergangenen sieben Jahren half der Verein, zirka 550 Kindern nach Deutschland zu holen, dort behandeln zu lassen und nach deren Genesung wieder zu ihren Familien in ihre Heimat zu bringen. Seit vielen Jahren ist das Städtische Klinikum Dessau ein verlässlicher Partner des Vereins in der kostenlosen Behandlung afghanischer Kinder.

Zur Behandlung von Zuhal im Klinikum ist zu sagen, dass nach einem ausgeheilten Unterschenkelbruch das Mädchen noch offene Restwundbereiche am Fuß besitzt, die in den nächsten Wochen behandelt werden.

Städtisches Klinikum Dessau . Auenweg 38 . 06847 Dessau-Roßlau . Telefon: 03 40/5 01-0 . http://www.klinikum-dessau.de

Kommentare:

  1. Hallo,
    warum war es nicht möglich, das Kind im French medical institution in Kabol zu behandeln? Das wäre doch günstiger?

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    1. Lt. Verein „Kinder brauchen uns e.V.“ hat Zuhal im Heimatland Afghanistan keine Chance auf Heilung. Genaueres erfahren Sie direkt beim Verein unter http://www.kinder-brauchen-uns.net/

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  2. @anonym: Von einem Größenwahnsinnigen zum Nächsten ? Ist es nicht so, dass Dr. Angres von Robinaid lange Jahre mit KBU zusammenarbeitete, sogar als Vorstand agierte und genau das Gegenteil propagierte: Keine med. Behandlung in Afghanistan für schwerverletzte ,kranke Kinder möglich. Nur in Deutschland kann ihnen geholfen werden!
    Wird Mehrafwza, ein Ex KBU Kind auch im French Medical Krankenhaus behandelt? Ein Mädchen, das zur Robinaid Gründung nach Deutschland geholt und in sämtlichen Klatschzeitungen mit Miniröckchen vermarktet wurde. Und das,obwohl es erst wenige Wochen zuvor von KBU (unter Angres)nach Afghanistan zurückgeführt wurde !!
    Der "Kinderretter von Kabul", Herr Dr. Angres (Anästhesist!) schließt sich einer französischen Organisation an und meint damit die komplette Kinderschar der Hauptstadt versorgen zu können. "Günstiger" heißt in diesem Zusammenhang sicherlich nicht kostenlos. Was kostet die Behandlung einer ausgeprägten Knochenentündung im French Medical ? Was ist mit denen (ist auch nur der Großteil der Bevölkerung), die kein Geld zur Verfügung haben ? Die müssen wohl "heldenhaft" sterben.

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  3. Es steht mir in keiner Weise zu ein Urteil über die Situation zu fällen. Weder kenne ich das genaue Ausmaß der Knochenentzündung noch Dr Angres. Das French Medical Institution (unter Leitung von Dr Alexander Leis) kenne ich jedoch sehr gut. Knochenentzündungen sind leider allzu gegenwärtig in ganz Afghanistan, aufgrund der Entfernung der entlegenen Bezirke häufig auch erst in weit fortgeschrittenen Stadien in der Klinik vorstellig. Spezialisten für diese Fragestellung sind im FMIC vorhanden. Sicher, kostenlos ist eine Behandlung dort nicht, sie muss Spenden finanziert sein. Der Preis wird jedoch nicht durch Flugkosten (ca. 1000€ pro Strecke) in die Höhe getrieben.
    Ebenfalls wird durch eine Behandlung vor Ort durch die Unterstützung der leiblichen Familie der seelische Schaden sicherlich geringer ausfallen als nach langer Entfremdung in Deutschland...
    Vielleicht ist es ja dem Klinikum Dessau möglich einen afghanischen Kollegen eine Zeit lang auszubilden??

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